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Vernissage zur Ausstellung im Minimuseum Mürren, Samstag, 28. Dezember 2019, 17.00 Uhr

Vo Niedrimatten uf Suppen - Mürrner Flurnamen

Die Ausstellung befasst sich mit den 288 Flurnamen, dem immateriellen Kulturgut von Mürren. Sie sind aus dem Alltag der Bergbauern in der Alpwirtschaft entstanden und gelten bis heute. Viele dieser Flurnamen waren bis vor ein paar Jahren auch die offiziellen Postadressen. Der Sprachforscher Peter Zinsli nennt es „die Vermenschlichung der Landschaft durch die Sprache der Bergbauern“. Erst die britischen internierten Offiziere und später der Kandaharskiclub waren die geläufigen Flurnamen im Skigebiet zu schwierig deshalb benannten sie Hügel und Täler in ihrer eigenen Sprache, die bis heute benutzt werden.

Der 2018 verstorbene Mürrner „Hittisfritzel“ hat in den von ihm herausgegebenen Broschüren „Bsinnsch di no“ Mürrendeutsche Wörter übersetzt und seine Lebensgeschichte und Geschichten aus dem Dorf der 50er und 60er Jahre aufgezeichnet.

Begrüssung Gisela Vollmer, Präsidentin Minimuseum Mürren

Was sind Orts- und Flurnamen und was können sie uns erzählen? Dr. Roland Hofer, Institut für Germanistik, Forschungsstelle für Namenkunde, Ortsnamenbuch des Kantons Bern

Hittisfritzel, Leben und Werk Hansjörg Bietenholz

Samstag, 11. Januar 2020, 20.30 Uhr

PROMENADE - ein französischer Spaziergang

Blathnaid Fischer-Fuhrer, Harfe; Isabel Lerchmüller, Querflöte

Ein Programm voller warmer, eleganter französischer Musik. Es glitzert und zwitschert, es plätschert verträumt- ein Spaziergang durch einen verwunschenen französischen Wald.

Die Klangfarben der Harfe und er Altquerflöte ergänzen sich besonders schön.

C.Saint-Saëns (1835-1921) - Le coucou au fond des bois

C.Debussy (1862-1918) - Rêverie

B.Andrès (*1941) - Algues

G.Fauré (1845-1942) - Après un rêve / Hfe und Altfl

G.Pierné (1863-1937) - Impromptu Caprice / Hfe solo

C.Domeniconi (*1947) - aus «Hommage à St.Exupery» /Altfl solo

M.Tournier - (1879-1951)/ Hfe und Altfl

C.Saint-Saëns - Fantaisie op.124

G.Fauré - Berceuse op.16

C.Saint-Saëns - Le cygne

Samstag, 22. Februar 2020, 20.30 Uhr

Eine musikalische Reise durch die Zeit

Kayo Ishizuka Steiner, Klavier   

Wolfgang  Amadeus Mozart (1765-­1791)    Klaviersonate D-­Dur KV 576     I.    Allegro   II.    Adagio    III.    Allegretto    (15’)   
Johannes Brahms (1833-­1897)  Fantasien  op.116  I.   Capriccio, Presto energico    II.   Intermezzo, Andante    III.  Capriccio, Allegro  apassionato    IV.  Intermezzo, Adagio    V.   Intermezzo, Andante co grazia ed intimissimo sentimento    VI. Intermezzo, Andantino teneramente    VII. Capriccio, Allegro agitato    (22’)   
Alban Berg (1885-­1935) Klaviersonate  h-­Moll op.1    (12’)   
Sergei Prokofiev (1891-­1953)  Klaviersonate  Nr.3  a-­Moll op.28 (8’)   

Samstag, 21. März 2020, 20.30 Uhr

Lamento

Fraynni Rui Medina, Violine ǀ Alexandre Foster, Violoncello ǀ Aleck Carratta, Klavier

Die zwei ausgewählte Werke wurden in den finstersten Perioden der Geschichte (unserer Gesellschaft) komponiert: die Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges. Unter dem kompositorischen Aspekt ist besonders interessant zu sehen, wie das stilistische Prinzip der Wiederholung (Repetition) und die rhetorische Figur in beiden Meisterwerken unterschiedlich angewendet wird.

Beide Werke sind von zwei durchaus unterschiedlich geprägten Komponisten geschrieben worden. Sie haben unterschiedliche Auffassung der ästhetischen Form und eine andere Weltanschauung.

Das Trio op. 120 von Gabriel Fauré (1845-1924) wurde 1922-1923 konzipiert und geschrieben, als der Komponist grundsätzlich am Ende seiner musikalischen Karriere und seines Lebens war.

Auf einem nostalgischen, bitteren Allegro ma non troppo folgt ein zärtlicher, inniger, tönender Andantino. Zum Schluss ein sehr energisches, mitreißendes Allegro vivo, das die Komposition zu einem positiven, fast heroischen Ende in D-Dur bringt. In jedem Satz wirkt das strukturelle Element der Motivwiederholung als Motor der Komposition: durch ständige harmonische Veränderungen ergibt sich der Eindruck, dass der Komponist mit viel Hoffnung auf der Suche nach etwas Wichtigem ist; etwas das schließlich erreicht wird (das Thema in F-Dur am Ende des Andantino, die Bestätigung der Dur-Tonart des Werkschlusses). Im Grunde genommen, trotz dem ungewissen Anfang, strahlt das Trio op. 120 einen optimistischen Geist aus.

Im Gegensatz dazu steht das Trio Nr. 2 op. 67 von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975): das Bildnis der Hölle. Komponiert 1943-1944, mitten im Zweiten Weltkrieg. Dieses Werk strahlt kein existenzielles Hoffnungsgefühl aus. In dieser viersätzigen Komposition (Andante – Moderato, Allegro con brio - Largo -Allegretto) ist die rhetorische Figur der motivischen Repetition ein Mittel, um die ganze quälende, unausdenkbare Gewalt des Krieges mit Musik auszudrücken. Das Trio ist einem Freund, dem Publizist und Universalgelehrten, Iwan Sollertinski gewidmet, der Anfang 1944 in Nowosibirsk während der Notevakuierung im Rahmen der Nazi Leningrader Blokade gestorben war. Das Motiv im hebräischen Stil des letzten Satzes lässt aber annehmen, dass die Komposition an allen Opfern des Holocausts und des Kriegs im Allgemeinen gewidmet sei.

Das Trio beginnt aus dem nichts. Eine leise, bedrückende Melodie vom Cello wird gespielt, die im leisen und unbestimmten E-Dur Akkord endet. Es gibt keinen Friede in diesem Meisterwerk. Es gibt keine Geschichte, keine echte Entwicklung und kein echtes Ende. Es handelt sich um einen Einblick in die Dunkelheit, wo man sich im Kreis dreht. Es gibt Wutausbrüche, Verzweiflung, Nostalgie, Groteske und Hohngelächter (das Motiv im letzten Satz) jedoch keine Lustigkeit und keine Heiterkeit - nicht einmal in den schnellen und glänzenden Passagen des 2. Satzes (grundsätzlich ein Scherzo). Wenn es musikalische Gelächter gibt, sind diese wahrscheinlich das einzige mögliche Kampfmittel gegen solch einem Schicksal.

Samstag, 28. März 2020

Wie kommen die Flurnamen in die Landes karte?

Afred Gut, Swisstopo

Samstag, 15. August 2020, 20.30 Uhr

What’s in a Name? Agassiz, sein Horn und die Bergnamen

Hans Fässler

Der St.Galler Historiker und Politiker Hans Fässler ist unter anderem bekannt geworden durch seine Forderung, das Agassizhorn (3946 m ü. M.) auf der Grenze zwischen Bern und Wallis in „Rentyhorn“ umzubenennen. In seinem Vortrag berichtet er über die Kampagne „Démonter Louis Agassiz“, die ihn nicht nur nach Grindelwald, Guttannen und Fieschertal geführt hat, sondern auch auf die Karibikinsel Antigua und fast auf den Mond. Dabei soll es auch darum gehen, wie ein Ort (Flurname, Bergspitze, Strasse, Platz) zu seinem Namen kommt, was ihn damit verbindet und warum es manchmal so schwierig ist, etwas daran zu ändern. Wie sagte doch Shakespeare in „Romeo und Julia“: "What’s in a name? That which we call a rose / By any other name would smell as sweet.“

22. August - 30. August 2020

Wandern und Musizieren - Kammermusik-Kurswoche für Erwachsene

Anmelden: info@reginamuerren.ch

26. Juli - 30. Juli 2020, Schlusskonzert Donnerstag, 30. Juli 2020

Meisterkurs Klavier

Der Meisterkurs findet wieder mit Tilman Krämer statt.

2. August bis 09. August 2020 (Schlusskonzert)

6. Internationale Sommerakademie

Die Experimentalwerkstatt für Musik mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Ländern ist für 2020 wieder geplant. Die 5. Internationale Sommerakademie war ein grosser Erfolg.

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